Shalva Dalakishvili – Ein Trainer, der Talente formt und Karrieren prägt
Shalva Dalakishvili gehört seit vielen Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten des Turnzentrums Bochum. Sein Name steht für Disziplin, Leidenschaft und außergewöhnliche Trainerkompetenz. Als ehemaliger georgischer Nationalturner mit Teilnahmen an Welt- und Europameisterschaften bringt er nicht nur internationale Erfahrung mit, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Anforderungen des Hochleistungssports.
Noch während seiner aktiven Karriere fand Shalva in Bochum seine sportliche Heimat. Hier entwickelte er sich über viele Jahre hinweg zu einer festen Größe im Trainingsbetrieb. Parallel zu seiner Tätigkeit als Trainer turnte er selbst mehrere Jahre für Bochum in der 2. und 3. Bundesliga, bevor er sich zunehmend auf seine Arbeit am als Trainer konzentrierte. Diese bewusste Entscheidung legte den Grundstein für zahlreiche sportliche Erfolge seiner Schützlinge.
Ein eindrucksvoller Beleg für seine herausragende Arbeit ist die Tatsache, dass er innerhalb eines Jahres gleich drei Turner an Bundesstützpunkte abgeben konnte. Ein solcher Schritt ist immer Ausdruck besonderer sportlicher Qualität – sowohl auf Seiten der Athleten als auch des Trainers. Denn nur wer konstant auf hohem Niveau ausbildet, schafft die Grundlage für den Sprung in die nationale Spitze.
Bereits früh zeigte sich Shalvas Fähigkeit, junge Talente zu entwickeln. Mit Eric Lloyd Hinrichs betreute er einen Turner, der mehrere Titel bei deutschen Jugendmeisterschaften gewann, Mitglied der Juniorennationalmannschaft war und als erster Athlet des Turnzentrums Bochum an einer Deutschen Meisterschaft teilnahm. Es folgte David Schlüter, der Deutscher Jugendmeister im Mehrkampf wurde und ebenfalls in die Juniorennationalmannschaft berufen wurde. Nach einem Wechsel an den Bundesstützpunkt Berlin kehrte David später nach Bochum zurück – ein Zeichen für die enge Verbundenheit zu seinem Heimatverein und seinem Trainer.
Seit 2017 prägt eine nahezu beispiellose Erfolgsserie die Arbeit von Shalva Dalakishvili. Florian Grela und Nikita Prohorov feierten Titel um Titel bei deutschen Jugendmeisterschaften und beim Deutschland-Pokal. Beide sammelten zudem wertvolle internationale Erfahrungen im Trikot der Juniorennationalmannschaft. Besonders Nikita machte zuletzt auf sich aufmerksam: 2024 nahm er an der Junioren-Europameisterschaft in Rimini teil, 2025 gewann er Gold am Pauschenpferd beim European Youth Olympic Festival und startete bei der Juniorenweltmeisterschaft.
Auch Nathan Skulkin zählt zu den erfolgreichsten Athleten aus Shalvas Trainingsgruppe und gewann zahlreiche Medaillen auf nationaler Ebene. Sein jüngerer Bruder Alex steht ihm in seiner Entwicklung kaum nach. Diese nachhaltige Breite an Erfolgen zeigt, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um das Ergebnis eines durchdachten und langfristigen Trainingskonzepts.
Die herausragenden Leistungen blieben auch dem Deutschen Turnerbund nicht verborgen. Schon früh wandte sich die Verbandsspitze an das Turnzentrum, die Eltern, die Athleten und an Shalva selbst, um Wechsel an Bundesstützpunkte zu empfehlen. Ziel war es, die Ausnahmetalente unter noch besseren Rahmenbedingungen zu fördern. Zwar beschäftigten sich einige Turner und Familien mit dieser Option und besichtigten auch Sportinternate, doch das Vertrauen in die Arbeit ihres Trainers überwog lange Zeit. Die klare Haltung lautete: „Nein, wir bleiben bei Shalva.“
Dieses Vertrauen ist bis heute ungebrochen. Dennoch gehört zur Wahrheit, dass eine erfolgreiche Leistungssportkarriere mehr erfordert als einen hervorragenden Trainer. Als vergleichsweise kleiner Verein kann das Turnzentrum Bochum nicht die vollständige Infrastruktur eines Bundesstützpunktes bieten. Es fehlt an umfassender physiotherapeutischer Betreuung, an einer direkten Anbindung an ein Internat und an einer optimal ausgestatteten Trainingshalle. Hinzu kommt die hohe Auslastung durch zahlreiche Trainingsgruppen.
Vor diesem Hintergrund entschieden sich schließlich mehrere Athleten für den nächsten Schritt: Nikita Prohorov wechselte im März 2025 nach Stuttgart, Florian Grela im Juni 2025 nach Cottbus und Nathan Skulkin im Februar 2026 nach Hannover. Diese Wechsel sind kein Abschied von ihrem Trainer, sondern vielmehr das Ergebnis seiner erfolgreichen Arbeit. Er hat sie so weit gebracht, dass sie den Sprung in die nationale Spitzenförderung schaffen konnten.
Die Verbindung nach Bochum bleibt bestehen. An Wochenenden und in den Ferien kehren viele der Turner regelmäßig zurück, trainieren bei Shalva und nehmen teils an Wettkämpfen für ihren Heimatverein teil. Die emotionale und sportliche Bindung ist weiterhin stark.
Mit Athleten wie Berkay Sen, Mannschaftskapitän des GymTeams Metropole Ruhr in der 2. Bundesliga, dem WM-Teilnehmer Artur Sahakyan (ursprünglich von der KTV Ruhr-West), Alex Skulkin und Miron Shilov sowie zahlreichen jungen Talenten der Jahrgänge 2018 und 2019 setzt er seine erfolgreiche Arbeit konsequent fort.
Shalva Dalakishvili ist weit mehr als ein Trainer. Er ist Mentor, Vorbild und Wegbegleiter. Seine Fähigkeit, sportliche Exzellenz mit menschlicher Nähe zu verbinden, macht ihn zu einer zentralen Figur im Bochumer Turnsport. Die zahlreichen nationalen und internationalen Erfolge seiner Athleten sind sichtbare Beweise seiner außergewöhnlichen Arbeit – und zugleich ein Versprechen für die Zukunft.