Artur Sahakyan erreicht starken siebten Platz im Ringefinale der Europameisterschaften
Bei den Europameisterschaften im Gerätturnen hat Artur Sahakyan am Freitag, 21. August 2026, im Gerätefinale an den Ringen den siebten Platz belegt. Der amtierende deutsche Meister an den Ringen zeigte in einem hochklassig besetzten Finale eine starke Übung mit Höchstschwierigkeiten. Lediglich beim Abgang unterlief ihm ein kleiner Fehler, der eine noch bessere Platzierung verhinderte.
Bereits in der Qualifikation hatte Sahakyan seine Klasse unter Beweis gestellt. Mit 14,10 Punkten qualifizierte sich der Turner für das Finale an seinem Spezialgerät. Wie eng das Feld dabei zusammenlag, zeigte sich daran, dass zwischen den acht Finalisten nur wenige Zehntel lagen. Damit war klar: Im Finale konnte jeder Turner um die vorderen Plätze kämpfen.
Entsprechend hochklassig war das Teilnehmerfeld besetzt. Im Kreis der internationalen Koryphäen bewies sich der in Bochum trainierende Sahakyan eindrucksvoll. Seine Übung enthielt Höchstschwierigkeiten und unterstrich einmal mehr, dass er zu den besten Ringeturnern Deutschlands gehört. Beim Abgang musste er allerdings einen kleinen Patzer hinnehmen. Dadurch blieb ihm am Ende mit dem siebten Rang eine Platzierung, bei der durchaus noch mehr möglich gewesen wäre.
Trotzdem ist die Teilnahme an einem Gerätefinale bei einer Europameisterschaft ein herausragender Erfolg. In diesem Jahr schaffte es neben Sahakyan nur ein weiterer deutscher Turner in ein EM-Gerätefinale: Radomyr Stelmakh, der am Sonntag, 23. August, um die Medaille am Reck turnen wird.
Von Essen-Altendorf nach Bochum
Artur Sahakyan stammt ursprünglich vom TB Essen-Altendorf. 2025 wechselte er seinen Trainingsstandort und trainiert seitdem im Turnzentrum Bochum. Seit diesem Jahr besitzt er auch das Startrecht für Bochum.
An seiner Seite steht mit Shalva Dalakishvili ein ausgewiesener Spezialist für das Gerät. Der ehemalige georgische Nationalturner war selbst ein erfolgreicher Ringeturner und bringt seine internationale Erfahrung in die tägliche Trainingsarbeit mit Sahakyan ein. Die Entwicklung des Bochumer Turners in den vergangenen Jahren zeigt, dass sich dieser Weg auszahlt.
Erfolgreiche deutsche Junioren
Auch die deutsche Juniorennationalmannschaft konnte bei den Europameisterschaften überzeugen. Das Team sicherte sich einen starken fünften Platz. Zum deutschen Aufgebot gehörte auch Nikita Prohorov, der bis 2024 bei Shalva Dalakishvili in Bochum trainierte und inzwischen am Bundesstützpunkt Stuttgart trainiert.
Damit zeigt sich einmal mehr die erfolgreiche Arbeit, die im Bochumer Turnzentrum geleistet wird. Mit Artur Sahakyan steht aktuell ein Turner aus Bochum auf europäischer Bühne im Rampenlicht. Der siebte Platz im Ringefinale ist dabei nicht nur eine starke Momentaufnahme, sondern ein weiterer wichtiger Schritt in seiner sportlichen Entwicklung.
Für Artur Sahakyan wäre am Freitag sicherlich noch etwas mehr möglich gewesen. Doch ein siebter Platz bei einer Europameisterschaft – und damit der Einzug in eines der acht besten Ringeturner-Felder Europas – ist bereits ein sensationeller Erfolg.